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Die deutsche Aussprache


Was macht eigentlich jede Sprache so einzigartig? An erster Stelle steht natürlich die Aussprache! Letztendlich sind es die Klänge, die bestimmen, wie wir eine Fremdsprache wahrnehmen.

Welche Schwierigkeiten gibt es beim Aneignen der deutschen Aussprache?

Unser Sprachapparat ist nicht von Anfang an auf das Lautsystem einer bestimmten Sprache ausgerichtet. Deshalb ist es von großem Vorteil, wenn man zum Beispiel schon als Kind oder in den jungen Jahren neben der eigenen Muttersprache Deutsch lernt, einschließlich der Aussprache. Das bedeutet nicht, dass es unmöglich ist, es in einem späteren Alter zu schaffen. Das sollten einem nur bewusst sein, dass es im Deutschen Laute gibt, die in der eigenen Sprache keine Entsprechung haben, und selbst solche, die auf den ersten Blick identisch sind, können sehr schwierig sein, denn auch bei ihnen muss man auf Unterschiede in den Klangnuancen achten.


Ist die Aussprache wirklich so wichtig?

Viele Menschen behaupten, dass die Sprache dazu da ist, Informationen zu vermitteln, und dass das Verständnis in der Sprache sichergestellt werden kann, unabhängig davon, wie gut oder schlecht die Aussprache ist.



Erstens: Denken Sie an den Eindruck, den Sie bei Ihrem Gesprächspartner hinterlassen werden. Werden

Sie als eine gebildete, kompetente Person wirken und das Gegenüber mit Ihren Kommunikationsfähigkeiten überzeugen, wenn Sie die Aussprache nicht gut beherrschen?


Zweitens: Wenn man nur einen Laut falsch ausspricht, kann es dazu führen, dass die Worte am Ende eine


ganz andere Bedeutung haben, als das, was man meinte. So kann die Übermittlung von wichtigen Informationen scheitern und das Verständnis ebenfalls verhindert werden.


Drittens: Eine korrekte Aussprache ist nicht nur für die richtige Artikulation von Lauten notwendig. Sie umfasst mehrere Aspekte, wie z.B. Satzmelodie, Tempo, Rhythmus und Pausen beim Sprechen und wirkt sich auf weitere Bereiche des Spracherwerbs aus. Ohne korrekte Aussprache kann man die Regeln des Lesens nicht lernen, man könnte mit der unbekannten Schreibweise nicht umgehen. Es ist kaum möglich, die Sprache nur nach dem Gehör wahrzunehmen, denn Ihre Vorstellung davon, wie man das eine oder das andere Wort zu schreiben hat, würde sich von der Realität oft unterscheiden. Somit hat die korrekte Aussprache einen direkten Einfluss auf die Rechtschreibung.

Wie trainiert man die Aussprache?


Wussten Sie, dass man Deutsch nicht üben kann, ohne die Muskeln zu trainieren? Im Deutschen geht es vor allem um die Mundmuskeln und das Zwerchfell. So etwa, wie das professionelle Sängerinnen und

Sänger tun.





Hier sind einige bekannte und hilfreiche Übungen für Ihre Sprachfitness:


Explosionslaute

Bei der deutschen Sprache geht es um eine klare, ausdrucksstarke Aussprache, weshalb ihr manchmal vorgeworfen wird, "unhöflich" zu klingen. Das liegt an den so genannten "Explosionslauten", die dazu führen, dass die Luft einen Moment lang zurückgehalten und dann plötzlich freigesetzt wird. Zum Beispiel P, T und K in "Papier", "Tasche" oder "Kaffee". Um die richtige Aussprache zu trainieren, empfehlen die Experten, ein Stück Papier zu nehmen, es senkrecht vor den Mund zu halten und P, T und K zu sagen, so dass es sich bewegt.

Deutsche Kehle

Viele Menschen können das deutsche R im Hals nicht aussprechen. Hier empfiehlt man Folgendes: Geben Sie beim Zähneputzen etwas Wasser in den Mund und gurgeln Sie damit. Auf diese Weise aktivieren Sie automatisch den Teil Ihrer Kehle, der für das richtige deutsche R zuständig ist. Meistens kann das jeder, ohne dass es einem bewusst ist.


Lippenübungen

Die Umlaute Ä, Ö und Ü kommen nicht in allen Sprachen vor und sind für viele Deutschlernende eine richtige Herausforderung. Man darf nicht vergessen, dass der Umlaut über den Vokabeln auch eine Bedeutung hat. Sie unterscheiden zum Beispiel zwischen "schön" und "schon". Aber wie spricht man diese ungewohnten Laute richtig aus? Der Weg zum Ü führt über das I: Sprechen Sie das I klar und deutlich aus und spannen Sie dabei die Mundwinkel an. Halten Sie den Ton und ziehen Sie die Lippen nach vorne. Und da haben Sie es, das deutsche Ü! Nach diesem Prinzip können Sie mit Ö fortfahren, das von E abgeleitet wird.

Das rauschende „ich-Laut“

Bei diesem Laut heben wir unseren Zungenrücken etwas in der Mitte unseres Mundes. Das passiert genau an der Stelle, wo wir auch j artikulieren. Man könnte also versuchen das Wort „Ja“, zu flüstern oder stimmlos zu sagen. Dabei müssen Sie nicht den Mund weit aufmachen – der Laut wird sogar genauer produziert, wen man ein leichtes Lächeln formen würde.